Da die Kirschblüte in Region um Osaka immer noch warten auf sich lässt, dachten wir, dann fahren wir ihr halt entgegen. Und zwar ins 350km entfernte Miyajimaguchi. In 90 Minuten mit dem Sakura-Shinkansen. Von dort geht es mit der Fähre zur Insel Miyajima.


Von der Fähre kommt man direkt in die Einkaufsstraße. Wie immer reiht sich hier Omiyage-Shop an Restaurant für lokale Spezialitäten und Souvenirshop. Die Japaner stürzen sich direkt auf die Austern- oder Aal-Restaurants und wir kämpfen uns durch die volle Straße.


Hat man dies geschafft, ist man an der Strandpromenade.

Der Itsukushina-Schrein liegt fast im Meer und ist weltberühmt für das rote Torii im Meer.
Für 300¥ darf man den Schrein betreten und durch die Korridore über dem Wasser laufen. Wir waren mittags passend zur Flut da für schöne Bilder vom Torii. Bei Ebbe kann man bis zum Torii laufen und es aus nächster Nähe sehen.



Als wir in der Mitte des Schreinkomplexes waren, stellten wir fest, das den mittlere Steg mit perfekter Sicht zum Torii von einer japanischen Senioren-Reisegruppe reserviert und somit für alle anderen zahlenden Gäste gesperrt war. Da kommt man extra aus Deutschland hierher und dann dass 😕

Aber da kann man nichts machen, wie der Japaner sagen würde. Wir warteten ab, bis die Gruppe dort war und konnten fast ungestört durch den letzten Teil der Anlage gehen.
Draußen verläuft eine Sandbank parallel zum Schrein, von der wir auch einen guten Blick auf das Torii bekamen. Ha!

Und auch sonst war die Sandbank ganz nett mit vielen Steinlaternen dekoriert.

Auf unserem folgenden Streifzug durch die Insel haben wir immer wieder zahme Rehe getroffen, die die Touristen nach Snacks filzen.



In einem kleinen Park konnten wir auch endlich erste blühende Kirschbäume sehen.



Am oberen Ende der Kirschbäume beginnt der Abstieg Richtung Strand durch die verschlungenen Pfade des „Nature Walk“





Nach einer kurzen Pause am Strand sind wir wieder mit der Fähre aufs Festland. Natürlich nicht, ohne vorher das lokale Wagashi zu probieren.


Auf dem Rückweg zum Shinkansen-Bahnhof in Hiroshima haben wir uns noch die Zeit genommen, den Friedenspark mit den Gedenkstätten des Atombombenabwurfs von 1945 zu besichtigen. Das weitläufige Parkgelände war früher das kulturelle Zentrum der Stadt, bis die Atombombe über der Mitte des Parks abgeworfen wurde.







Der ganze Park ist übersät mit Absichtsbekundungen aus aller Welt, zukünftig in Frieden zu leben. Wenn Sie sich jetzt noch daran halten würden.


