Es gibt eine japanische Burg, die wahrscheinlich jeder schon mal gesehen hat. Die strahlend weiße Burg auf dem Hügel in der gleichnamigen Stadt Himeji. Abgebildet auf Postkarten, in jedem Reiseführer und Schauplatz zahlreicher Filme wirkt die Burg fast schon wie das japanische Gegenstück zum Schloss Neuschwanstein.
Bereits vom Bahnhof kann man die strahlend weiße Burg sehen.

Die schönste japanische Burg stammt aus dem 17. Jahrhundert besteht zum größten Teil aus Holz und Stein und ist eine von nur 12 im Original erhaltenen Burgen des Landes.
Über einen Wassergraben betritt man den äußeren Hof durch ein großes Tor und steht vor einem riesigen Platz, umsäumt von Kirschbäumen mit perfekter Sicht auf die Burg. Hier finden auch oft Matsuri (Volksfeste) statt.


Durch das nächste Tor kommt man in einen der inneren Höfe und bekommt einen Eindruck, wie komplex und uneinnehmbar die Burg gebaut wurde.


Wir haben uns dann zuerst die weiteren äußeren Anlagen und den langen (Wehr-)Gang angeschaut.



Beim Rundweg fallen immer wieder wunderschöne Details wie Dachziegel, Fenster und unterschiedliche Schießscharten.



Nachdem wir uns alles angesehen haben wird es Zeit, das innere des großen Turms zu erklimmen. Zum Glück ist heute noch nicht ganz so viel los, sodass wir nicht anstehen müssen.
Wir betreten die Burg im Untergeschoss und arbeiten uns Stockwerk für Stockwerk über die schmalen und steilen Holztreppen hinauf. Viel zu sehen gibt es nicht, auch diese Burg besitzt bis auf ein paar leere Waffenregale auch keine Möbel.
Mit jeder Etage wird die Umgebung kleiner und die Treppen noch steiler. Und was am Anfang nur ein paar andere Touristen waren, werden immer mehr, denn es staut sich auf den Treppen. Um eine Überfüllung zu vermeiden wird man von den Angestellten bis nach ganz oben gescheucht. Nur um dann wieder anzustehen, um wieder herunter zu kommen. Viel Zeit und vor allem Platz um die Aussicht zu genießen oder den kleinen Schrein im obersten Stock anzuschauen bleibt nicht.
Wir verlassen die Hauptburg durch einen anderen Gang und landen auf einem weiteren Hof mit Aussicht auf die Stadt und die Burg, bevor es zum Ausgang geht.

Hier unten werden auch die Karpfen der Dachspitzen ausgestellt.


Während wir den großen Vorplatz überqueren, fällt uns plötzlich eine Katze auf. Und noch zwei. Und noch ein paar mehr. In einer beruhigten grünen Ecke sonnen sich einige Straßenkatzen.


Nach uns hat auch eine Mittelschülergruppe die Katzen entdeckt und so konnten wir uns doch noch losreißen 😅
An einer Ecke des Schlossgeländes befindet sich noch der japanische Garten Koko-en, den wir mit dem Kombiticket für nur 40¥ mehr ebenfalls besichtigen konnten. Das ließen wir uns nicht entgehen und wurden mit einem ruhigen und entspannten Spaziergang (im Vergleich zur Burg nur sehr wenige Besucher) durch die wunderschön angelegten Bereiche des Gartens.













Zum Schluss noch etwas Foodporn, denn wir waren im Restaurant Menme hausgemachte Udon essen. Fantastisch!



