Füchse, Sake und grüner Tee

Es wird Zeit die Aufmerksamkeit auf die zwei wichtigsten Getränke Japans zu richten. Grüner Tee und Sake (japanischer Reiswein). Um mehr über deren Herkunft zu erfahren, sind wir zunächst noch mal nach Kyoto gefahren. Genauer gesagt in den Stadtteil Fushimi.

Und weil wir gerade da waren, schauten wir uns kurz, sehr kurz, den berühmten Inari-Schrein mit seinen hunderten roten Torii an. Der Schrein ist eigentlich wunderschön, doch leider eins der schlimmsten Opfer des Massentourismus.

Überall gibt es Fuchsstatuen, die Boten der Reisgöttin Inari.

Schon am frühen ist es hier viel zu voll und wir wollten unsere Zeit lieber an einem weniger überlaufenen Ort verbringen. Auf dem Weg zur Bahnstation musste man sich nochmal durch die Massen an Menschen, Souvenir- und Fressbuden kämpfen.

Verschiedene Ichigo-Daifuku (Erdbeer-Klebreiskuchen)
Okonomiyaki, eine Art gebratener Kartoffelpuffer mit allerlei Topping
Takoyaki, Oktopus-Teigbällchen
Dango, weiche Reiskuchen
Ein Taiyaki (Fischförmige Waffel mit Vanillecreme-Füllung) musste es dann doch sein

Direkt am Bahnsteig merkten wir, mal wieder die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wenig Leute und kaum Ausländer, yay!

Ein paar Stationen weiter sind wir fast die einzigen Touristen und navigieren uns durch die Shotengai in Richtung Sake-Distrikt. Schon bald sehen wir die ersten Gebäude der Sake-Brauereien.

In der Kizakura-Brauerei im „Kizakura Kappa Country“ gibt es eine kleine Ausstellung zur Sake-Herstellung und eine Kunstgalerie über das mystische Wasserwesen Kappa, dass das Maskottchen der Marke ist. Außerdem gibt es ein Restaurant und einen Shop.

Als nächstes besuchen wir das Sake-Museum „Geikkan Okura Sake Museum“ der Geikkan-Brauerei. Geikkan ist eines der ältesten Familienunternehmen der Welt und ein führender Sake-Hersteller. Den Geikkan-Sake findet man auch in gut sortierten deutschen Supermärkten.

Für 300¥ kommt man ins Museum und erhält eine kleine Sakeflasche für Zuhause.

Das umfangreiche Museum ist auch mit englischen Texten versehen und ermöglicht eine tolle informative Einsicht in die traditionelle Sake-Herstellung.

Man lässt uns nicht gehen, ohne an einem kostenlosen kleinen Sake-Tasting teilzunehmen.

Wir haben uns in den Shops beider Brauereien den guten Sake gegönnt 😊


Mittags sind wir weiter in die Tee-Stadt Uji gefahren. Hier gibt es feinsten grünen Tee und eine enorme Bandbreite an Matcha-haltigen Lebensmitteln. Von Schokolade und anderen Süßspeisen über Nudeln und Bier ist alles dabei 😄

Uns war eher nach einem „normalen“ Mittagessen und so viel die Wahl auf ein Restaurant mit japanischer Hausmannskost

Omuraisu: Omlett gefüllt mit Reis, Gemüse und Fleisch in Tomatensugo
Rindfleisch Curryreis

Nach der Stärkung haben wir uns die vielen Läden angeschaut, hier und da exzellenten Tee probiert und natürlich auch welchen gekauft.

Von links nach rechts: Gyokuro, Sencha und Genmaicha

Von den unzähligen Wagashi-Kreationen wollten wir natürlich auch probieren und sind nach etwas Recherche auch auf kleine Packungen gestoßen. Dank der Omiyage-Kultur gibt es sonst leider fast nur Geschenkboxen ab 20 Stück, was uns zum testen dann doch etwas zu viel ist 😅

Oben: Yatsuhashi (weiche, süße Reisteigtaschen) aus Kyoto in drei Sorten: Erdbeere, Schwarzer Sesam und Sakura. Unten Matcha-Schokoküchlein und Monaka (Reiswaffel gefüllt mit rotem Bohnenmuß und Matcha)
Yatsuhashi sind soooo lecker 💕