Die späte Hitzewelle in Japan hält leider noch etwas länger an und wir flüchten kurz in die angnehmeren Temperaturen der japanischen Alpen. Im nördlichen Teil des Gebirges hat der Kurobe-Fluss im Laufe der Jahrhunderte eine der tiefsten Schluchten des Landes in größtenteils unberührter Natur geschaffen. Ursprünglich für den Bau des Kurobe-Damm geschaffen, fährt die Bergbahn heute Wanderer und Touristen durch die Schlucht.
In einer etwa 80 Minuten langen Fahrt schlängelt sich das Bähnchen durch zahlreiche Tunnel und einige Brücken die 20km lange Strecke den Berg hinauf. Die Aussicht während der fahrt ist atemberaubend: Bergpanorama, die tiefe Schlucht, Seen und natürlich das Herbstlaub. Unterwegs gibt es auch ein paar Haltestellen an alten Damm-Bauwerken und entlegenen Onsen-Ryokan ehe die Endstation Keyakidaira erreicht wird.





Oben gibt es verschiedene Aussichtspunkte, eine Brücke über die Schlucht, ein Fußbad unten am Fluss (wenn man sich die Treppen traut) und Wanderwege bergauf und bergab. Wir sind ein Stückchen bergauf gelaufen und haben uns die Schlucht genauer angeschaut. Der Weg nach unten war wegen Steinschlag unpassierbar, was in der Gegend recht häufig passiert.










Nach einer kleinen Stärkung im Stationsimbiss ging es dann wieder bergabwärts ins Tal.
Unser Fazit: Es ist eine wunderschöner Ausflug und gibt viel zu sehen, aber… Das süße Bähnchen ist winzig. Für Menschen über 1,60m groß ist es eine Herausforderung, 80 Minuten auf winzigen Bänken ohne Rückenlehne in einer vollgepackten Bahn zu sitzen. Der Aufpreis für den Relax-Wagen mit Lehne und Fenster hilft da auch nicht (und ist ausgebucht von Rentner-Reisegruppen). Eine wirklich angnehme Fahrt ist wohl nur in den frühen Morgenstunden und bei Dunkelheit möglich. Die Ortschaft der Talstation ist trotz Onsen-Lage leider ein Paradebeispiel für einen aussterbenden, früher sicher mal schön gewesenen Ort.


Schöne Bilder!😍
LikeLike