Zur Zeit gibt es im Burgpark nach Anbruch der Dunkelheit eine besondere Ausstellung. Das inzwischen weltweit bekannte teamLab veranstaltet nur für kurze Zeit das „Digitized Kanazawa Castle“. Eine interaktive, digitale Kunstausstellung rund um die innere Burg, bei der man sogar mitmachen kann. Es war reiner Zufall, dass die Ausstellung mit unserer Reise zusammen fällt und wir lassen uns die Gelegenheit natürlich nicht entgehen.
Das Event ist sehr populär, je näher wir dem Eingang kommen, desto mehr ist los. Aber auf dem weitläufigen Parkgelände verläuft sich das zum Glück schnell. Mit einem im Voraus gekaufte, digitalen Ticket wird man schön an der Schlange der Tageskasse vorbei gelotst, allerdings nicht ohne von jedem Angestellten auf englisch darauf hingewiesen zu werden, dass man ein Ticket kaufen muss (obwohl man ohne gar nicht aufs Gelände kommt…). Die bisher krasseste Ausländerbehandlung – Japaner werden nicht angesprochen.
Nachdem wir es durch die Kontrollen geschafft haben geht es endlich los. Alle Stationen haben eine eigene Beleuchtung mit musikalischer Untermalung.

An der ersten Station wird eine Tuschezeichnung auf der Burgmauer gezeigt.

Als nächstes läuft man die Rampe an der Burgmauer hoch. Durch die Laufgeschwindigkeit ändert sich die Musik und Intensität der Beleuchtung.

Zwischen dem Burggraben leuchtet ein rotes Orbit.
Dann laufen wir durch den Burggraben hindurch. Auf beiden Seiten sind bewegte Bilder von Tieren, die Dinge transportieren.




Zurück auf der Anhöhe laufen wir durch ein Meer von Ovoiden (große Eier). Sie verändern die Farben als würden sie atmen. Ein beliebter Foto-Spot.




Auf der Rückseite der inneren Burg laufen wir durch den langen, kahlen Kirschblütenkorridor. Die Beleuchtung der Bäume ändert die Farbe, wenn man vorbei läuft und setzt sich nach vorne fort.

Zum Schluss kommt der Höhepunkt: Auf der Mauer der großen Lagerhalle werden verschiedene Tiere aus Blüten animiert, die auf der Mauer entlang laufen. Sobald sich ein paar Tiere überlagern, verpuffen die Blüten und die Leinwand wird leer. Danach erscheinen die Tiere erneut.




Am Ausgang gab es noch eine Ausmalstation, bei der man ein Samurai-Ausmalbild selbst gestalten konnte. Dieses wurde eingescannt und dann erscheint die gemalte Figur animiert auf der großen Leinwand. Man kann sogar mit seiner Figur interagieren, indem man sie anfasst. Es erscheint dann ein bekannter Spruch des jeweiligen Samurai (nur auf japanisch). Das war schon sehr cool.

