Ein Tanz auf dem Sakurajima

Heute steht Vulkan gucken auf dem Programm! Wir haben uns vorher schlau gemacht und uns einen Reisepass für den Tag ausgesucht. Mit diesem können wir den ganzen Tag Busse, Straßenbahn und am wichtigsten, die Fähre nutzen. Den Pass bekommen wir zwei Minuten von unserer Unterkunft entfernt, im Reise-Informationscenter. Das dortige Personal spricht neben Japanisch ein hervorragendes Englisch und wir werden mit zusätzlichen Info’s, sowie einer Skizze versorgt, welche uns den Weg zur entsprechenden Bushaltestelle zeigt.

Nachdem wir ausgerüstet sind, beschließen wir uns noch in einem nahegelegenem Hawaii-Themen Cafe zu stärken. Wir haben alle Unterkünfte auf unserer Reise ohne Frühstück gebucht, um möglichst viele verschiedene Dinge zu probieren. Und oft ist es viel schwerer sich für eine Option zu entscheiden, als etwas leckeres zu finden!

Satt und mit angemessenen Koffeinpegel geht’s Richtung Bushaltestelle. Dort werden wir von einem netten älteren Herrn angesprochen. Er möchte wissen woher wir kommen und wohl sein passables Englisch trainieren. Wir nutzen die Gelegenheit unsererseits unsere Japanisch-Skills zu testen. Unser gutes Gespräch endet mit dem Eintreffen des Busses und einem Selfie zusammen. 

Der Bus bringt uns bis an den Fähren-Anleger, wo diese bereits auf uns wartet. Wir gehen an Bord und ergattern auch noch die Aussichtsplätze in der ersten Reihe! Zugegeben, es ist nicht zu viel Andrang, was an den Regenwolken liegen könnte. Kein Grund die Fahrt nicht zu genießen!

Ok, die Entscheidung, den wertvollen Platz im Koffer nicht für Regenschirme zu verschwenden, würde ich jederzeit wieder verteidigen. Auch Nass. Es war ohnehin geplant den nächsten Konbini anzusteuern und uns mit Verpflegung für den Tag zu versorgen. Warum also nicht gleich zugreifen und den Rest des Weges etwas trockener gestalten.

Zu Beginn des Wanderweges liegt eine Touristeninformation. In dieser wird einem unter anderem in einem zehnminütigen Informations-Film und einer Ausstellung, die Geschichte der Halbinsel und das Leben der Bevölkerung mit einem der aktivsten Vulkane der Welt erläutert. Der Sakurajima ist ein Schichtvulkan mit mehreren Kratern, von denen einer fast dauerhaft aktiv ist und Asche auswirft. Es ist schon etwas surreal das einen Steinwurf entfernt eine 600.000 Einwohner Stadt liegt.

Draußen bietet sich einem die Möglichkeit seine Beine in heißem Vulkan-Quellwasser zu wärmen. Gut das wir uns im Hotel Handtücher eingepackt haben. Wir haben es uns unter einer Bedachung gemütlich gemacht und uns mit einigen Touristen aus den USA und Kanada unterhalten.

Der Vulkan-Lava-Wanderweg ist gut ausgebaut und wenig fordernd. Zeigt aber eine phantastische Szenerie.

Entlang dem Wanderweg am der Küste trifft man auch hin und wieder auf Katzen. Alle paar hundert Meter wurden kleine, teils überdachte Rückzugsecken mit Katzenfutter aufgestellt, sodass die Katzensichtung garantiert wird. Auch bei schlechtem Wetter. Wir haben insgesamt 5 Katzen getroffen! 🐈🐈🐈🐈🐈

Hinter der nächsten Biegung erwartet uns ein toller Aussichtspunkt auf die Vulkankrater, sowie eine gute Gelegenheit zur kurzen Rast.

Am Ende des Weges besteigen wir einen Bus, der uns zum Yunohira Observatorium am höchsten Punkt des Berges bringt welcher noch betreten werden darf. Dort bietet sich uns eine phänomenale Aussicht mit schnell wechselnden Wolken am Berg.

Nachdem wir die 373 Höhenmeter wieder mit dem Bus herunter gekommen sind, ging es mit der Fähre zurück in die Stadt Kagoshima.