Herbstzauber in Okayama: Burgromantik und ein japanischer Garten bei Nacht

Nach dem letzten Mal im Onsen geht unsere Reise weiter und wir fahren mit dem Shinkansen wieder auf die Hauptinsel Honshu. Nachdem wir auf den bisherigen Reisen die Mitte und den Norden Honshu’s erkunden haben, zieht es uns diesmal in die westliche Chugoku-Region. Als Basis dient uns hier ein kleines Häuschen (eine Machiya) in der Stadt Okayama, nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt.

Von Zuhause aus sind wir in wenigen Minuten in der Straßenbahn und fahren pünktlich zum Sonnenuntergang zur Burg. Am Burggraben bekommen wir tolles, im Sonnenuntergang leuchtendes Herbstlaub zusehen.

Okayama hat auch eine schwarze Krähenburg, wie in Matsumoto und Kumamoto und ist ein Nachbau mit einem Museum drin. Da es schon Spätnachmittag ist, schauen wir uns die imposante Burg „nur“ von außen an.

Danach schauen wir uns rund um den Bahnhof nach einem Abendessen um. Am Ende landen wir in einem Restaurant mit Aussicht in einem Kaufhaus. Wir sind die einzigen Gäste, denken uns zunächst aber nichts dabei, da wir fürs Abendessen noch relativ früh dran sind. Doch als wir bestellt haben, stellt der Kellner ein „für heute geschlossen“ Schild auf.  Wir sind kurz verwirrt, bekommen jedoch kurz darauf unser Essen. Und es stellt sich heraus, dass wir kurz vor der letzten Bestellung ins Restaurant gekommen sind und wir deswegen den Laden für uns haben. Andere interessierte Leute werden abgewiesen und wir beeilen uns doch ein bisschen, damit die Angestellten auch Feierabend machen können.

Nach dem Essen schlendern wir weiter südlich durch die Stadt bis wir von Lichtern angezogen werden. Die im dunklen Lila beleuchtete Burg weißt uns des Weg zur Illumination im Koraku-en, dem berühmten japanischen Garten. Heute ist Montag, also ist nicht so viel los und wir können die schöne Beleuchtung ohne große Menschenmassen genießen. Wenn nur die gefräßigen Mücken nicht wären…