Heute fahren wir ans Meer! Genauer gesagt an die Sanyo-Küste des Seto-Binnenmeer zwischen der Hauptinsel Honshu und der südlicher gelegenden Insel Shikoku.
Nach einem fluffigen Shokupan-Frühstück gehen wir zum Bahnhof und nehmen die kurze, halbstündige Fahrt mit dem Shinkansen statt 1,5 Stunden in der Regionalbahn. In solchen Situationen zahlt sich der Rail-Pass aus. Eine Shinkansenfahrt geht natürlich nicht ohne Ekiben und da wir auf der Strecke des Hello-Kitty-Shinkansen unterwegs sind, gibt es natürlich keine Alternative. Dieses Ekiben ist so beliebt, dass wir es erst beim dritten Versuch ergattern konnten! Mit dem Shinkansen-Zug im Hello-Kitty-Branding können wir jedoch leider nicht fahren, da er gerade in der Wartung ist. Einige von uns nehmen das persönlich, andere finden es ok nicht mit dem pinken Zug zu fahren. Ein nächstes Mal gibt es nicht, denn die Kollaboration wird beendet.






In Shin-Onomichi (Shinkansen-Bahnhof) angekommen, schlendern wir kurz im die Touri-Info, wo uns die freundliche Angstellte sogar auf Englisch anspricht. Wir bekommen also überraschend einfach die Info, wie wir zum Bus in die Küstenstadt kommen und wo wir genau hin müssen. Viel Zeit kurz zu quatschen bleibt nicht, denn der Bus fährt in vier Minuten.
Nach einer bequemen, viertelstündigen Busfahrt sind wir da. Eine unscheinbare Haltestelle bei einer Unterführung, wo außer uns nur zwei weitere Touristen aussteigen, die sehr unsicher drein blicken und uns dann folgen. Wir sind natürlich vorbereitet und wissen, in welchem Häuschen sich eine Seilbahnstation versteckt. Mit der Seilbahn fahren wir ein kurzes Stück den Berg hinauf und klettern auf eine erhöhte, längliche Aussichtsplattform. Hier gibt es eine der schönsten Aussichten auf die Inseln des Seto-Binnenmeers.








Nachdem wir die atemberaubende Aussicht lange genossen haben, starten wir den Abstieg durch Wald, vorbei an ein paar der unzähligen Tempel und Schreine durch die verwinkelten Pfade der hübschen Küstenstadt.













Etwas abseits der ausgetretenen Pfade liegt die Cat Alley. Eine eher nicht einladend wirkende, etwas herunter gekommene Gasse, die jedoch Katzen und verschiedene Kunstobjekte rund um Katzen bietet. Doch leider haben wir hier kein Glück mit den flauschige Vierbeinern, da bereits kurze Zeit nach uns besonders laute Personen und eine Familie mit Kleinkindern folgen, die Glöckchen (!) tragen. Da haben sich die Katzen im ruhige Ecken verkrochen und wir auch.







Während wir weiter den Berg runter kommen, ändert sich die Szenerie und wir erreichen eine Wohngegend gespickt mit Tempel und Schreinen. An einer kleinen Bahnbrücke haben wir das perfekte Timing, um die gelbe Regionalbahn bei der extrem (!) dichten Durchfahrt zu erleben. Eine Szene, die man aus vielen Filmen und Animes kennt und für die Bahnfans stundenlang am Gleis bereitstehen.







Hinter dem Bahnübergang kommt man direkt in die Einkaufsstraße, wo wir uns ein Café zum Mittagessen ausgesucht haben. Nach einem kleinem Bummel schleichen wir durch eine kleine Seitengasse zur Küste und spazieren auf der Fischerpromenade am Meer entlang. Nur wir und die Fischerboote, ein Traum!








Auf dem Rückweg fahren wir mit dem Shinkansen fast direkt an der Burg Fukuyama vorbei und überlegen kurz auszusteigen, doch die Füße sind platt und die Sonne geht bald unter. Nächstes Mal!

Zum Abendessen haben wir uns heute etwas besonderes herausgesucht: Yakiniku. Die japanisch/koreanische Art zu grillen. Serviert wird dünn geschnittenes, rohes Fleisch, das man dann selbst am Tisch grillt. Wir haben uns für das beliebteste Set mit mariniertem Schwein & Rind und ein fancy Wagyu Set. Dazu bekommt man Reis, Suppe, Kimchi und verschiedene Dipsaucen nach Wahl.







